Kick!

Der Mitmach-Sportteil der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung

54-74-90-2010…

…und so stimmen wir alle ein…

Deutschland fiebert der WM entgegen. Und wir hoffen, dass in Hildesheim und der Region wieder mächtig mitgefiebert und gefeiert wird! So wie beim Public Viewing bei der Europameisterschaft. Wir freuen uns jetzt schon auf viele Beiträge!

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1 Kommentar

  1. Hallo liebe HAZ-WM-Redaktion,

    hoffentlich kann die deutsche Mannschaft auf Ihrem Löwenhochsitz in der südafrikanischen Savanne keine deutsche Zeitung lesen, ansonsten wäre das letzte Quäntchen Selbstvertrauen mit Sandsackworten aus “Zitterpartien”, “Zwergen”, und “ungelenkigen langen Lulatschen” qualvoll erloschen. Dagegen wäre der Zorn hell entflammt, genährt von dem pädagogisch bitterem Brennstoff, den es einen Tag nach dem Spiel gegen Ghana zu lesen gab. Es ist zu bezweifeln, dass die Zeitungen, wirklich den Geist von “unseren” 82 Millionen Bundestrainern wiedergeben. Dieser Geist formt sich ein verbündetes Team aus Löwenherzen, und versucht es nicht mit bohrenden Kommentaren zu zerfleischen.

    Es war doch ein offnes, chancenreiches Spiel? Endlich mal ein ausgeglichenes Hin- und Her und nicht eine einseitige Übermacht. Warum also dieser wagnerische Tenor in den Pressestimmen, tief, mosernd, ja schon fast mit schwarzrotgelbem Mundgeruch? Ach ja stimmt, hierzulande lässt es sich immer erst schwerer seufzen als beherzt jubeln, wie konnte ich das vergessen. Zum Glück habe ich das Spiel im Ausland geschaut, der Fernseher ohne Ton, ohne Béla-nglose Fussball-Réthy-thorik. Das Pub, ein Auffangbecken für gestrandete Persönlichkeiten. Ich war ein Fremder, ein Deutschland-Fan in der orangenen Mundhöhle des Löwen. Vor Spannung konnte ich japsen, ja, auch über den ein oder anderen Fehler in der Abwehr laut aufjaulen. Gleichzeitig konnte ich gelungenes Kurzpassspiel und Tempowechsel, und natürlich Özils Tor bejubeln. Das Allerbeste war, dass mir einige der anderen Gäste Biere spendierten, ohne dass ich mich mit Ihnen vor Anpfiff gross bekanntmachen konnte. Wie herzlich und gastfreundlich ist man in diesem Viertel, toll, dachte ich. Doch als nach dem Spiel wieder der Ton anging, und ich zwei Tage darauf eine deutsche Zeitung aufschlug, habe ich verstanden, warum mir die Locals Bier ausgaben: aus Mitleid.

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